Wasser

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Grundlagen

generell gilt: nur gekauftes Wasser oder Wasser aus Quellen welches deutlich als Trinkwasser markiert ist trinken!
Alles andere auf eigene Gefahr! Diese Seite ist für Notfaelle gedacht wenn kein solches Wasser verfügbar ist!
Wasser hat die höchste Priorität!
Der Mensch besteht zu etwa 70% aus Wasser, d.h. ein Flüssigkeitsverlust von
   * 2% löst normalerweise Durst aus (nicht bei trockenem Wind oder im Gebirge)
   * >2% Kopfschmerzten, Uebelkeit, Unwohlsein
   * 5% schränkt Deine Denk- und Leistungsfähigkeit erheblich ein
   * 10% kann bereits tödlich sein.

Wenn du berücksichtigst, daß dein Körper bereits im Liegen in 24 Stunden 2,5 Liter Wasser ausscheidet, kannst du dir vorstellen, wie stark die Trinkwasserzufuhr bei starken körperlichen Leistungen und/oder bei hohen Temperaturen ansteigen muss.

Symptome einer Dehydration (Wassermangel) sind z.B.

   * "Kneifprobe": In den Unterarm kneifen und Hautfalte hochziehen. Bleibt die Hautfalte stehen wird´s kritisch. Klappt gut bei Kindern und alten Menschen.
   * Urinfarbe: Dunkler Urin kann auf Wassermangel hindeuten.
   * Anschwellende Zunge, Seh- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit sind Alarmzeichen!

Wasserverlust vermeiden

   * Schwitzen vermeiden - Anstrengende Arbeiten/Märsche in den Schatten/in die Nacht verlegen
   * Lange, lockere, helle Kleidung tragen
     Auch wenn du schwitzt, lege nie die Oberbekleidung ab. Der Schweiß sorgt schon für Kühlung.
   * Windschutz - Wind fördert erheblich die Verdunstung
   * Nichts essen, außer saftigem Obst, vor allem keine eiweißhaltige Nahrung (z.B. Fisch, Nüsse) und kein Fett
   * Keinen Alkohol trinken und nicht rauchen!
   * Niemals Salzwasser oder Urin trinken - beides bringt das osmotisches Gleichgewicht durcheinander und das kann tödlich sein.
   * Niemals "unsicheres" Wasser trinken. Wenn Wasser knapp ist, wäre ein ansonsten harmloser Durchfall durch Mikroorganismen dein sicherer Tod.
   * Atme durch die Nase und nicht durch den Mund.
   * Trage immer eine Kopfbedeckung und ein leichtes Tuch um den Nacken.


Darum warte niemals, bis dein Wasservorrat zu Ende geht, sondern nutze jede Gelegenheit, deinen Vorrat aufzufüllen!

Wassergewinnung

Oberflächenwasser

Gutes Trinkwasser gewinnt man aus schnell fließenden Gewässern, 
in stehenden Gewässern kann sich zuviel Schmutz und Umweltgift ansammeln. 
Man sollte immer stromaufwärts schauen, um festzustellen, woher das Wasser kommt. 
Optimal ist die Entnahme des Wassers direkt an der Quelle, bzw. bei seinem Austritt aus der Erde.
Bei Brunnen ist darauf zu achten dass dieses nicht unterhalb eines Feldes (Duenger!) oder aehnliches liegt.


Niederschlagswasser

(wie Regen, Schnee, Nebel oder Hagel) 
steht zwar fast überall je nach örtlicher Niederschlagshöhe zur Verfügung, 
die Versorgung auf dieser Grundlage ist jedoch wegen der unregelmäßigen und nicht vorhersehbaren Verteilung sehr unsicher. 
Hinzu kommt, dass Regenwasser entsprechend seiner Beschaffenheit für den menschlichen Gebrauch u.U. nicht unmittelbar geeignet ist.
Das Wasser ist grundsätzlich frei von jeglichem Salz. 
Das heißt, dass wenn ich größere Mengen von diesem Wasser trinke, Diffusion und Osmose zu einem Problem führen kann.
Lutsche niemals und unter keinen Umständen Eis oder Schnee! 
Dein Koerper braucht extrem viel Enrgie um Eis oder Schnee in Wasser zu verwandel und es kuehlt Dich aus.
Um Eis oder Schnee zu schmelzen, benötigst du die gleiche Menge Energie, wie um es zu Kochen zu bringen!


Luftfeuchtigkeit

Frühaufsteher haben´s gut. Nimm einen Lappen (nein, nicht Deine alten Socken) und wische morgens den Tau auf. 
Mit der guten alten Trichterdestille kannst Du das bißchen Luftfeuchtigkeit aus dem Boden fangen. 
Wer´s mal versucht hat wird sich aber nicht darauf verlassen.


Grundwasser

Mit etwas Glück findest Du eine Quelle, ansonsten mußt Du nach Wasser graben. 
Gute Chancen Wasser zu finden, hast Du in ausgetrockneten Flußbetten (Außenkurven), in Senken und an Bergfüßen. Die Vegetation hilft Dir beim suchen.

Abwasser, Urin, Kühlerwasser, Seewasser

Dieses Wasser muß destilliert werden. 

Birkensaft

Im Frühjahr habt Ihr die Möglichkeit Birkensaft zu trinken.
Das Anschneiden einer Birke ist tatsächlich so ergiebig, dass man bei mehreren Bäumen locker seinen Flüssigkeitsvorrat decken kann. 
Aber ACHTUNG: Nicht einfach Bäume anschneiden. Das ist natürlich verboten!!! 
Bei uns ist es Brauch, dass man ein "Stück" Wald zugewiesen bekommt und dort sein Brennholz selber schlagen kann - sogenannter Hauberg. 
Wenn Birken dabei sind, dann kann man das sehr schön ausprobieren. Es klappt hervorragend. Und außerdem ist der Saft noch sehr gesund.


Pflanzenbeutel

Dazu benötigt Ihr eine Folie, besser noch einen Müllbeutel z.B. aus dem Ü-Gürtel.
Diesen füllt Ihr mit grünen - nicht giftigen - Pflanzen. Dann hängt Ihr den Beutel in die Sonne. Die ist dafür ebenfalls notwendig.
Nach ein paar Stunden verdampft die Flüssigkeit aus den Pflanzen und kondensiert dann innen am Beutel. 
Wichtig ist, dass der Beutel komplett verschlossen ist. Es darf kein Luftaustausch mehr stattfinden.
Das Wasser läuft am Beutel nach unten und sammelt sich. 
Auch hier darauf achten: Das Wasser ist "destilliert"! 


Solardestille

Wassergewinnung mit der Plane und Erdmulde 
Über ein Loch in der Erde wird eine Plane(am besten transparent) gespannt. 
In die Mitte wird ein Stein gelegt, so dass die Plane mittig einen tiefsten Punkt hat. 
In das Loch kommen grüne Pflanzen und mittig unter den Stein ein Gefäß. 
Die Plane wird außen am Rand des Loches mit Erde abgedichtet. 
Nun muß noch die Sonne scheinen. 
Die Feuchtigkeit (Wasser) aus den Pflanzen verdunstet, kondensiert an der Plane, läuft daran herunter zum tiefsten Punkt (Stein) und tropft von dort in das darunter stehende Gefäß.

Wasser finden

Säugetiere
brauchen regelmäßig Wasser. Grasende Tiere halten sich normalerweise nicht weit von ihren Wasserstellen auf, da sie bei Sonnenaufgang und am Abend trinken. 
Folge den Wildwechseln talwärts. Fleischfresser geben keine guten Hinweise, oft decken sie ihren Flüssigkeitsbedarf aus ihrer Beute. 
Wildschweine halten sich nie weit entfernt vom Wasser auf, suche ihre Suhlen; deren Flüssigkeit muss immer destilliert werden, da sie voll Urin und Kot ist.
Körnerfressende Vögel
wie Tauben und Finken halten sich nie weit vom Wasser auf, da sie bei Sonnenaufgang und am Abend trinken.
Wenn sie schnell und tief fliegen, sind sie auf dem Weg zum Wasser. Fliegen sie langsam und von Baum zu Baum und rasten ab und zu, sind sie auf dem Rückweg.
Wasservögel und Raubvögel
trinken nicht regelmäßig.
Insekten
geben die Bienen gute Hinweise auf Wasser; sie fliegen bis zu 6 Km zum Wasser.
Fliegen
halten sich in einem Umkreis von bis zu 100 m vom Wasser auf.
Stichwort: Taal

Wasseraufbereitung

In Gewässern können folgende Gefahren lauern: Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen und Chemikalien.

Diese können schwere Krankheiten auslösen und zu lebensbedrohlichen Situationen in abgeschiedenen Gegenden führen.

Auch in scheinbar klaren Gewässern kann z.B.: durch verendete Tiere eine unsichtbare Gefahr lauern.


Man sollte zuvor folgende Tests machen:
1. Sensorische Prüfung des Wassers mit Nase und Auge. 
  Stinkt das Wasser oder schwimmt vielleicht ein Ölfilm darauf, so kann ich das Wasser so ohne weiteres nicht trinken. 
  Ich sollte mich dabei auf meinen gesunden Menschenverstand und auf mein angeborenes Gefühl verlassen.
2. Den Bachlauf bei einem Fließgewässer mindestens 200 Meter nach oben abgehen und schauen, ob Tierkadaver o.ä. im Wasser liegt.
3. An meiner Entnahmestelle einige Steine aus dem Wasser entnehmen und die Oberfläche mit den Fingern abtasten bzw. erfühlen. 
  Ist die Oberfläche schön rau, so ist das ein Indiz dafür, dass keine größere organische Belastung z.B. durch Algen im Wasser vorhanden ist. 
  Ist die Oberfläche hingegen mit einem glitschigen Belag überzogen, so befindet sich eine organische Belastung durch Algen im Wasser. 
  Dies kann ein Indiz für zu wenig Sauerstoff im Wasser sein, was bis zum sogenannten "Umkippen" des Gewässers führen kann.
4. Außerdem kann ich versuchen sog. Zeigerorganismen im Wasser zu finden. 
  So zeigt mir der Bachflohkrebs und die Köcherfliegenlarve an, dass das Wasser eine Wasserqualität von 1-1,5 an. 
  Dies ist ein Indiz dafür, dass das Wasser chemisch vermutlich nicht belastet ist.
Wenn ich all dies gemacht habe und der Meinung bin, dass das Wasser bis zu diesem Punkt ok dann sollte das Wasser abgekocht und ggf chemisch nachbehandelt oder destiliert werden. 




Chemische Methoden

Wenn das Wasser klar ist (oder nur ganz wenig Schwebstoffe enthält) bietet sich auch die chemische Aufbereitung an. 
Die chemische Aufbereitung ist ein wichtiger Teil der Schutzmaßnahmen vor Montezumas Rache. 
Moderne Chemikalien machen fast alle Keime platt. 
Es gibt Chemie in Konzentrationen für jeden Wasserbedarf. Als Pulver, Tabletten oder Tropfen. 
Die chemische Aufbereitung kann nur im klaren Wasser sicher wirken. 
Wenn das Wasser Schwebstoffe enthaelt oder verfaerbt ist muss es in Verbindung mit Pumpfilter + Chemie gereinigt werden.
Ein Pumpfilter alleine bietet auch keinen 100%igen Schutz, 
da Viren zu klein sind und durch den Filter passen - deshalb nach der Filterung immer mit der Chemie nachbehandeln. 
In der Verbindung Pumpfilter + Chlortablette bekommt man so gut wie jede Pfütze trinkbar.
Aber Achtung! ist das Wasser durch Chemicalien verseucht, gibt es keinerlei Garantie.
Nach einer Reinigung sollte das Wasser von einer Person probiert werden, ganz kleine Menge 
-> schmeckt es komisch? nach Seife? bitter? -> dann lass die Finger davon!
-> wenn es ok schmeckt dann trinkt eine Person ein paar Schluecke davon und warted 1-2 Stunden ab
-> geht es der person nach dieser Zeit noch gut dann mehr trinken und wieder warten
-> wenn nach einer grossen Menge immernoch alles ok ist dann ist das Wasser wahrscheinlich ok

Chemisch verunreinigte Wässer überfordern meist auch Aktivkohlefilter, aber durch Destillation kannst Du trinkbares Wasser gewinnen. 
Leichtlösliche Bestandteile (z.B. Ammoniak) wirst Du aber auch so nicht ganz los.

Das Trinken von Meerwasser führt rasch zum Tode, dem Delirium und Koma vorausgehen. 
Auch nur in geringen Mengen getrunken, führt Meerwasser Durchfall herbei, der die Entwässerung des Körpers nur noch beschleunigt.


Destilieren

Eine weitere Methode der Reinigung ist das Destillieren.
So kann auch Salzwasser trinkbar emacht werden.
Solltet Ihr das Glück haben im Besitz einer Feldflasche oder Trinkflasche aus Metall zu sein, 
so könnt Ihr mit dem Stück Schlauch aus dem Überlebensgürtel eine Destillationsanlage bauen. 
Das verschmutzte Wasser gebt Ihr in die Flasche. 
Den Schlauch steckt Ihr in die Öffnung und dichtet den Schlauch außen bis zum Öffnungsrand mit einem Stück Korken (Ü-Gürtel) oder Pflanzen oder Lehm etc. ab. 
Den Schlauch lasst Ihr über eine Astgabel laufen. Unter das andere Ende stellt Ihr ein Trinkgefäß.
Die Flasche stellt Ihr in die Glut des Feuers - am Rand, sonst schmilzt der Schlauch.
Das Wasser in der Flasche kocht und verdampft. Der Dampf geht in den Schlauch und kondensiert dort im Schlauch. 
Das kondensierte Wasser tropft dann in Euer Trinkgefäß. 
Damit bekommt Ihr Krankheitserreger "ausgefiltert". 
Um die Kondensation zu verbessern, könnt Ihr einen nassen Lappen um den Schlauch wickeln 
(aber erst zum Ende des Schlauches hin, so dass das Wasser möglichst weit hinten kondensiert und nicht wieder zurück in die Flasche laufen kann).
Ihr bekommt aber so nicht alle chemischen Verunreinigungen heraus. 
Ammoniak z.B. (wenn Ihr Euren Urin destillieren solltet) verdampft ebenfalls so wie das Wasser und der Ammoniakdampf löst sich wieder in dem Kondenswasser im Schlauch. 
Das Wasser schmeckt dann etwas nach Ammoniak.
Bei destilliertem Wasser ist Vorsicht geboten! Das Wasser ist grundsätzlich frei von jeglichem Salz. 
Das heißt, dass wenn ich größere Mengen von diesem Wasser trinke, Diffusion und Osmose zu einem Problem führen kann.
Dann passiert mit den Zellen in unserem Körper das, was mit den reifen Kirschen am Baum geschieht, wenn es regnet: Sie platzen.
Im Wasser sind, wie schon gesagt, keine Salze. In den Kirschen (im Kirschsaft innen) sind Salze gelöst. 
Die Außenhaut der Kirschen ist eine "Membran" die wasserdurchlässig ist. 
Diffusion ist das Bestreben bei einem Konzentrationsgefälle dieses auszugleichen und zwar immer von der niederen zur höheren Konzentration. 
Folglich diffundiert das Wasser in die Kirsche, so lange bis dies Platzt, da im Regen kein Salz ist.....
So ergeht es uns mit den Zellen unseres Körpers. In der Zelle sind Salze. Im destillierten Wasser nicht. 
Das Wasser diffundiert durch die Zellwand in die Zelle, um das Konzentrationsgefälle auszugleichen. 
Die Zelle platzt, da der Unterschied bei der Salzkonzentration zu groß ist.
Abhilfe könnt Ihr schaffen, indem Ihr einige Körnchen Sand etc. in das destillierte Wasser einrührt. 
Damit habt Ihr einen gewissen Salzgehalt im Wasser geschaffen, oder einfach das Salz aus dem ABP nehmen.
Andere Moeglichkeit
Dazu gräbt man eine Grube an einer sonnigen Stelle. 
In die Grube stellt man eine Schale mit Salzwasser und eine leere Schale in die Mitte. Nun bedeckt man die Grube mit einer Folie. 
Oberhalb der leeren Schale legt man einen Stein auf die Folie so das hier der tiefste Punkt der Folie ist. 
So läuft das Kondenswasser an diese Stelle und tropft in die leere Schale. 
Auf diese Weise kann auch Wasser aus Urin gewonnen werden. 
Das Wasser ist jedoch komplett entsalzen (Destilliert)!


Silbersalze

Der bekannteste Vertreter dürfte hier "Mikropur" sein. Es gibt diese Chemikalien aber auch von anderen Anbietern. 
Silbersalze wirken gut, sind fast geschmacksneutral, preisgünstig und auch für große Wassermengen anwendbar.
Weil sie recht stabil sind können sie auch verwendet werden um sauberes Wasser vor Verkeimung zu schützen, z.B. in Wassertanks. 
Nachteil: 
bei langer Anwendung (so über 6 Monate) nicht unbedingt nur für Mikroorganismen schädlich.
Zwischen Anwendung und Wasserverzehr muss man mindestens zwei Stunden warten. 


Iod

Iod ist ein effektives Mittel. 
Allerdings ist es in Deutschland nicht zugelassen, da es bei Schilddrüsenproblemen zum Ausbruch der Krankheit führen kann.

Chlor

wirkt prima, bekommt man sogar in vielen Entwicklungsländern vor Ort gekauft. 
Wirkt schnell, nach 15-30 min. ist das Wasser entkeimt. 
Nachteil: 
Das Wasser schmeckt danach nach Swimmingpool.
Auf Dauer nicht so lecker. 
Schütz ein paar Tage vor Wiederverkeimung, der Geschmack bessert sich bei Zugabe von Geschmacksstoffen, z.B. Brausepulver. 

Aktiver Sauerstoff

empfehlenswert!
Seit geraumer Zeit in Deutschland zugelassen.
Das Produkt besteht aus zwei Komponenten, ein Teil ist Chlordioxid, der andere Phosphorsäure. 
Das ganze wird miteinander vermischt, dann lässt man es für 5 min reagieren.
Die Mischung kommt dann in das Trinkwasser. Nach ca. 15 min darf das Wasser getrunken werden. 
Die beiden Komponenten bilden Sauerstoffradikale, die die Erreger zerstören. 
Das Schöne daran: Das Wasser hat fast einen neutralen Geschmack, nur am Anfang erinnert es nur noch leicht an Chlor, 
nach ein paar Stunden ist es restlos weg. hat keinen Nachgeschmack, ist absolut unschädlich für Schwangere und Menschen mit
Schilddrüsenproblemen, enthält weder Chlor (Bleichmittel) noch Silberionen. 
Nachteil:  man muss immer 5 min warten, bis die beiden Komponenten reagiert haben
Beispielprodukt: Mc Nett Aquaventure Wasserentkeimer  http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=mk_07001&k_id=1207&hot=0

Kaliumpermanganat

Nicht nur zum Feuermachen geeignet, allerdings auch nicht ganz ungiftig und man bekommt es nicht so einfach
Nicht empfehlenswert!


Thermische Methoden / Abkochen

Einfach und recht sicher - einfach einmal aufkochen lassen, das soll reichen, man muss das Wasser nicht 5-10 Minuten kochen lassen.
(http://www.survivaltopics.com/survival/how-long-do-you-need-to-boil-water/) 
Einige Keime lachen allerdings über die 100°C. 
Im Gebirge erreichst Du durch abkochen nicht mal mehr 100°C (Siedetemperatur fällt mit dem Luftdruck) 
Außerdem hast Du oberhalb der Baumgrenze ohnehin Probleme ausreichend Brennstoff zu finden.
Nachteile:
hoher Brennstoffverbrauch, Wasser verkeimt wieder sehr schnell bei der Lagerung
Aber wenn moeglich sollte dies immer gemacht werden. Ggf zuvor Schwebstoffe rausfiltern.
Chemikalien allerdings lassen sich mit dieser Methode nicht entfernen.


Optische Methoden

Ein in Großanlagen und Krankenhäusern schon länger bekanntes Prinzip hat auch im Outdoorbereich Einzug erhalten: 
die Desinfektion mittels UV-Strahlung. Ultraviolette Strahlung wird zur Behandlung von Wasser, Luft und Oberflächen eingesetzt.
Bei der Trinkwasseraufbereitung werden mit UV-Strahlung Krankheitserreger und die Keimzahl im Wasser zuverlässig reduziert. 
Eine Zugabe von Chemikalien ist nicht erforderlich. 
Der Vorteil der UV-Desinfektion ist, dass gegen UV-Strahlung keine Resistenzen entwickelt werden können. 
Dadurch können auch chlorresistente Krankheitserreger, wie Cryptosporidien mit UV-Strahlung inaktiviert werden. 
Geschmack, Geruch oder pH-Wert beispielsweise von Trinkwasser werden nicht beeinflusst.
http://www.steripen.com/travel/products.html
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=ste07021&GTID=c0494ae1129488b809a8dac8ea97663aa33


Mechanisch + Physikalische Methoden

Bei dieser Art Filter wird das zu reinigende Wasser durch eine mit Silber versetzte mikroporösen Keramikkerze gedrückt 
und so z.B. Bakterien, Protozoen, Zysten, Algen, Sporen, Sedimente heraus gefiltert.
Beispiel fuer solche Geraete: Katadyn Vario Filter  http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=ka_07307&k_id=1207&hot=0


Improvisierte Methoden

Aus Kies, Sand, Kohle (aus dem Lagerfeuer) kann ein improvisierter Wasserfilter gebaut werden. 
Die Stoffe werden in Schichten in einem  Hosenbein oder in einer anderen Röhre (aus Leder, Folie, Zeltplane, Baumrinde) aufgebaut. 
Die Reihenfolge sollte Kies => Sand => Kohle => Kies sein. 
Am oberen Ende der Röhre sollte noch Raum für das Einfüllen des Wassers sein. 
Abkochen ist bei dieser Methode dringend empfohlen da Bakterien und Keime nicht vollständig aufgefilter werden.
http://vivalranger.com/index.php?option=com_content&task=view&id=193&Itemid=114


Ein Stoff-Filter ist ebenso einfach wie effektiv. 
Gieße das verschmutzte Wasser langsam und in kleinen Portionen durch eine aufgespanntes dichtgewebtes Stoffstück und koche das Wasser anschließend ab.


unsichere Methode

PET 1 Liter Flasche fuer 6 in die pralle Sonne legen auf einem Wellblechdach oder aehnliches Relfektor legen.
(Diese Werte beziehen sich auf pralle sonne, keine Bewoelkung und im Sommer, ansonsten verlaengert sich der Vorgang)
Durch die Hitze und die UV Strahlung soll das Wasser trinkbar sein.